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Malteser Freiburg

Rettungshundestaffel

... eine alte Dame verirrt sich

... ein Kind kommt vom Spielen nicht mehr nach Hause

... Menschen werden durch eine Gasexplosion verschüttet

Wenn menschliches Können nicht mehr ausreicht und technische Ortung an ihre Grenzen stößt, kommen die Rettungshundestaffeln der Malteser zum Einsatz. Dann helfen Rettungshunde schnell und zuverlässig vermisste und verschüttete Personen zu finden.

Die Rettungshundestaffel ist an 365 Tagen und Nächten im Jahr einsatzbereit.  

Die Alarmierung erfolgt durch alle Polizeidienststellen in Baden-Württemberg über die zuständige Rettungsleitstelle.

Die Rettungshundestaffel ist auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten.

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Isa Federer
Staffelleiterin Rettungshundestaffel
Tel. (0761) 45525 80
rettungshunde.freiburg(at)malteser(dot)org
E-Mail senden

Fünf im In- und Ausland erfahrene Einsatzteams gründeten 2016 die Rettungshundestaffel der Malteser Stadtgliederung Freiburg. Bereits nach kurzer Zeit wuchs das junge Team durch viele interessierte Hundeführer und Helfer und bildet nun eine stets wachsende Einheit. Sie sind keine Einzelkämpfer sondern gemeinsam mit Ihren Hunden eine zusammengehörende Mannschaft und mit viel Freude, Engagement und Überzeugung dabei.

Ob als Hundeführer mit Hund oder als Einsatzhelfer, trainieren Sie bis zu 400 Stunden jährlich und werden hierbei optimal für den Einsatz vorbereitet.

Die Gründungsmitglieder:

Folgende verschiedene Suchkompetenzen werden in Freiburg ausgebildet:

Flächensuche
Die häufigste Einsatzalarmierung stellt die Flächensuche dar. Sie erfordert eine Suche nach vermissten Personen in weitläufigen Wald- und Wiesengebieten. Ob bei Tag oder Nacht, suchen die Teams oft in steilen und sehr dicht bewachsenen Flächen. Der Hund läuft gemeinsam mit seinem Hundeführer sowie Einsatzhelfer und sucht mit Hilfe des Windes nach menschlicher Witterung. Findet er hierbei die vermisste Person, so zeigt er dieses seinem Besitzer an.

Trümmersuche
Erdbeben, Explosionen sowie Unglücksfälle führen dazu, dass Personen lebensbedrohlich verschüttet oder eingeschlossen werden. Die Anforderungen an die Teams sind höchst anspruchsvoll und gefährlich. Oft sind die Schadenslagen noch sehr instabil und daher auch nur schwer oder gar nicht durch Personen zu betreten. Der Geruch der vermissten muss aus vielerlei anderen Gerüchen herausgefiltert werden. Die vermisste Person wird oft unter Meter dicken Trümmerschichten lokalisiert und den Bergungsteams angezeigt. Andauernde Bergungsarbeiten von mehr als 30 Stunden sind hierbei keine Seltenheit. Die Suche in Trümmern ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Speziell ausgebildete Trümmerhunde arbeiten im Vergleich zur technischen Ortung um ein vielfaches schneller.

Mantrailing
Oder auch „Personensuche“ genannt. Sie ist die einzige Suchart, bei der der Hund einen vorgegebenen Geruch verfolgt. Meist werden diese speziell ausgebildeten Einsatzteams in Städten, Ortschaften und Gebäuden eingesetzt. Hierbei ist der letzte bekannte Ort der Person ausschlaggebend, um den Trail aufnehmen zu können. Selbst das Fortbewegen in einem Auto kann der Mantrailer verfolgen. Hitze, Kälte oder starker Regen erschweren die Suche. Eine geübte Hundenase kann einen „Trail“ nach Tagen noch finden.

Lawinensuche
Hierbei sucht der Hund nach verschütteten unter Schnee, Eis und Geröll. Bei einem Lawinenunglück zählt für den Verschütteten jede Sekunde. Die Überlebenschancen sinken bereits nach 15 Minuten drastisch. Es droht der Tod durch Unterkühlung, Verletzungen, Erschöpfung oder Ersticken. Der Transport in das Suchgebiet erfolgt oft per Helikopter, Gondel oder Pistenraupe. All dies müssen die Hunde in Ihrer Ausbildung kennen und erlernen. Der Hund sucht die Meter dicken Schneeschichten ab und zeigt bei Ortung, den Geruch durch scharren und bellen an.

Jedes Hund-Mensch-Team hat individuelle Eigenschaften, auf die es gilt in der Ausbildung und Arbeit einzugehen. Hinzu kommen rassespezifische Eigenarten des Hundes, die gefördert und ausgebildet werden. Ob ein Hund sich als Rettungshund eignet, hängt daher von vielen Faktoren ab.Unsere Hunde werden mit Freude an der Arbeit ausgebildet.

Wenn Sie Interesse haben unser Team dauerhaft zu verstärken, sollte Ihr Hund folgende Grundbausteine mitbringen:

•    Freundliches und aufgeschlossenes Wesen gegenüber Menschen und Hunden
•    Spielt oder frisst gerne
•    Kein Jagdtrieb
•    Bindung zu seinem Besitzer

Grundsätzlich gilt:

Je früher mit der Arbeit als Rettungshund begonnen wird, desto besser.

Sollten Sie keinen Hund haben oder eventuell erst mit dem Gedanken spielen sich ein Tier anzuschaffen, freuen wir uns, Sie davor als „Einsatzhelfer“ kennenzulernen.

Einsatzteams sind immer mindestens in Zweiergruppen, Hundeführer und Einsatzhelfer, unterwegs.

Hundeführer und Einsatzhelfer übernehmen im Einsatz wichtigen Aufgaben und werden u.a. folgenden Bereichen ausgebildet:

•    Erweiterte Kenntnisse in Erster Hilfe
•    Umgang mit entsprechenden Techniken wie GPS, Funk etc.
•    Einsatztaktik und die Grundlagen der Suche

Um sich im Einsatz blind auf seine Teammitglieder verlassen zu können, gehören ein gutes Teamklima, engagiertes und strukturiertes Arbeiten sowie ein hohes Maß an Eigenengagement zu den wichtigsten persönlichen Fähigkeiten jedes unserer Mitglieder.

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit?
Wir freuen uns sehr, Sie bei einem Schnuppertraining begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen

Infobox

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Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Volksbank Freiburg  |  IBAN: DE95 6809 0000 0005 7209 31  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODE61FR1
Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V.